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      Wracktauchen


Wrack der Thistlegorm (April 2005)


Das Wrack der "Thistlegorm" (gallisches Wort für "Blaue Distel") liegt südöstlich von Sha´ab Ali in der Nähe der Mündung des Golf´s von Suez. Das Schiff liegt auf 31 m Tiefe. Die höchsten Schiffsteile ragen 16 m vom Boden empor.
Das Wrack wurde erstmals von Jaques Cousteau, fünfzehn Jahre nachdem es gesunken ist entdeckt. Heute ist die Thistlegorm eine der wichtigsten Einnahmequellen Ägyptens u. spült jährlich 3 Millionen Dollar in die Staatskasse (mehr wie für die Pyramiden von Gizeh).

Zur Geschichte:
Die "Thistlegorm" wurde 1940 in England vom Stapel gelassen u. während des Krieges zum Transport von Lebensmitteln für die Amerikaner eingesetzt. Dafür war sie mit einer Kanone u. zwei Maschinengewehren ausgestattet (eines zur Luftabwehr). Das 140 m lange Schiff war auf seiner vierten Mission u. transportierte Kriegsmaterial für die englische Armee in Nordafrika.
In der Nacht zum 6. Oktober 1941 sichtete es ein deutscher Bomber (H 111), stationiert auf Kreta u. warf zwei Bomben ab, die den vierten Frachtraum trafen u. eine Kette von Explosionen auslöste. Das Heck wurde dabei aufgerissen u. brachte das Schiff mit seinem Gesamtgewicht von 9000 Tonnen zum Sinken.

Heute ist das Schiff u. seine Ladung größtenteils mit Korallen bedeckt u. Tausende von Fischen haben dieses künstliche Riff zu ihrem Zuhause gemacht. Teile des Aufbaus sowie die Fracht sind noch sehr gut zu erkennen.
Optimale Bedingungen warteten auf uns am Wrack. Kaum Strömung verbunden mit einer optimalen Sicht bescherten uns zwei faszinierende Tauchgänge.
Den ersten nutzten wir zum Erforschen des äußeren Teils. Nach dem Abtauchen an der Ankerleine, tauchten wir quer über den Bug zur linken Seite des Schiffes. Bei absolut geringer Strömung schafften wir es zur 30 m vom Wrack entfernten Dampflokomotive (Teil der Ladung), die durch die Explosion vom Schiff weggeschleudert wurde. Leider ist nur noch der Kessel u. das Fahrgestell erhalten. Zurück zum Heck mit dem Maschinengewehr u. der Flugabwehrkanone, an der Schiffsschraube vorbei (31 m), stiegen wir über dem zerfetzten vierten Laderaum wieder höher in Richtung Brücke. Zahlreiche Munitionskisten, Granaten u. zwei Kettenfahrzeuge (MK II Universal Carrier) waren in diesem Bereich des Schiffes erkennbar.
Riesige Schwärme von Glasfischen, Fledermausfischen, Wimpelfischen, Falterfischen u.s.w. begleiteten diesen tollen Tauchgang. Herrlich bunte Nacktschnecken bewegten sich langsam über das Deck. Krokodilsfische zwischen den alten Metallteilen u. eine Tigermuräne die die gut erhaltene u. von Fahnenbarschen umgebene Ankerwinde bewohnt, haben wir ausfindig gemacht. Beim Auftauchen zog unter uns ein riesiger Barracudaschwarm seine Kreise.
Nach einer Oberflächenpause starteten wir den zweiten Tauchgang, der uns in die Laderäume des Wracks führte.
In dem unteren Teil des 1. Laderaumes sind große Mengen von Gummistiefeln u. Waffenkästen zu sehen. Auf den Flächen darüber befinden sich verschieden Autos u. BSA Motorräder. Auf der unteren Ebene des zweiten Laderaumes sieht man verschiedene LKW`S mit weiteren Motorrädern auf der Ladefläche. Da die Fahrzeuge noch "relativ" gut erhalten sind, ist dieser Teil besonders interessant.
Es fällt an vielen Stellen Licht in das Wrack, trotzdem u. nicht zuletzt wegen den Husarenfischen die sich in den dunklen Ecken der Frachträume tummeln benötigt man eine gute Lampe.
Nach dem berühmten "TATANIC-FOTO" begannen wir gemeinsam mit dem Aufstieg u. die "Thistlegorm" verschwand wieder im Blau des Meeres.
An Deck der "Wind K" wartete der Schiffskoch bereits mit dem Mittagessen.
Für uns alle war dieser Tag ein Erlebnis von dem wir uns noch lange erzählen werden.

Wrack der Dunraven (September 2002)


Die 82 Meter lange "Dunraven" war ein englisches Dampfschiff mit einem doppelten Antriebssystem, da es zusätzlich noch über Segel verfügte. Mit Baumwolle u. Holz beladen lief es 1876 (von Bombay kommend) auf das Riff am "Beacon Rock", brach auseinander u. versank. Dort liegt es kopfüber seit nunmehr fast 130 Jahren.
Oft wird das Wrack in Kombination mit Ras Mohammed oder der Thistlegorm angeboten. Nach 2 Stunden Fahrt erreicht man (ausgehend von Sharm-el-Maya) diesen Tauchplatz.
Die Strömung war an diesem Tag nicht sehr stark aber die Sicht dennoch sehr schlecht. Im Wrack selbst ist das Wasser sehr klar.
Wir (Uwe u. Roland) begannen den Tauchgang am Heck der Dunraven, fotografierten die korallenbewachsene Schiffsschraube u. tauchten durch das große Loch im Heck (Tiefe 30 Meter) in das Wrack hinein.
Durch den aufgerissenen Rumpf dringt stellenweise immer wieder Licht ein, eine gute Lampe ist aber trotzdem notwendig. Wir hatten an diesem Tag keine dabei u. konnten daher nicht alle, der doch recht gut getarnten Wrackbewohner ausfindig machen. An den Dampfkesseln vorbei, wo große Schwärme von Glasfischen stehen geht es weiter zum Bug. Es wird dort ziemlich eng u. eine gute Tarierung ist daher absolut wichtig.
Wir stiegen kurz vorm Bug nach links aus u. tauchten am Riff entlang zurück zur Oberfläche.
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